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Schleswig-Holstein und Syddanmark planen gemeinsam Nord-Süd-Verkehrsverbindungen - Grenze darf keine Barriere sein

Erscheinungsdatum:
20.05.2008

Zwei Männer sitzen am Schreibtisch und unterzeichnen Verträge, in Hintergrund die Projektion einer LandkarteMinisterpräsident Peter Harry Carstensen (rechts) und der Regionsvorsitzende von Syddanmark, Carl Holst, unterzeichnen die Vereinbarung Region Syddanmark

Schleswig-Holstein und die Region Syddanmark wollen ihre Nord-Süd-Verkehrsverbindungen intensiver aufeinander abstimmen und gemeinsam planen. Darauf haben sich heute (20. Mai) in Padborg, Dänemark, Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und der Regionsvorsitzende von Syddanmark, Carl Holst, verständigt. "Infrastruktur und Verkehrsmanagement müssen ganzheitlich betrachtet werden, damit die Region auf beiden Seiten der Grenzen weiter wachsen kann", sagte Carstensen in Padborg. "Wir müssen uns auf einen weiteren Anstieg des Güterverkehrs einstellen und gemeinsam daran arbeiten, dass Engpässe in Schleswig-Holstein und Dänemark abgebaut werden", ergänzte Carl Holst.

Das Wachstum in der Grenzregion zeigt sich besonders entlang der Nord-Süd-Verbindungen, den Lebensadern für ganz Jütland, Fünen und Schleswig-Holstein. "Unsere Wirtschaftsunternehmen können sich nur gut entwickeln, wenn die unterschiedlichen Verkehrsmittel sicher, nachhaltig und konkurrenzfähig aufeinander abgestimmt sind", sagte Carstensen. Deshalb gebe es auf beiden Seiten der Grenze ein starkes Interesse daran, Verkehrshemmnisse abzubauen und Staus zu vermeiden.

Das gemeinsame Schlüsselprojekt der dänischen und schleswig-holsteinischen Verkehrspolitik ist die feste Fehmarnbelt-Querung. Die Jütland-Route als Ergänzung steht ebenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste. Sie sorgt dafür, dass Jütland und der Landesteil Schleswig nicht von der Entwicklung dieser neuen europäischen Magistrale abgekoppelt werden.

Syddanmark und Schleswig-Holstein sind sich einig, dass auf schleswig-holsteinischer Seite der Weiterbau der A 20, der sechsstreifige Ausbau der A 7, die Modernisierung der Eisenbahnhochbrücke bei Rendsburg oder der zweigleisige Ausbau der Strecke Niebüll-Westerland und die Anbindung Niebülls an Esbjerg für den Jütland-Korridor unverzichtbar sind.

Auf dänischer Seite gibt es ein starkes Interesse an einer südlichen Verbindung über den Kleinen Belt mit einer Weiterführung des Verkehrs südlich und westlich um Kolding und Vejle, einer angemessenen Straßenanbindung des internationalen Flughafens Billund an die Städte Ostjütlands. Auch der sechsspurige Ausbau der Autobahnen im Bereich Vejle, Kolding und Fredericia, die Fertigstellung der Autobahnverbindung zwischen Vejle und Herning, eine Autobahnverbindung nach Sonderburg, der Ausbau der Westküstenstraße Nr. 11 sowie der doppelgleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Bahn-Haupstrecken stehen auf der Wunschliste der Region Syddanmark.

Das Kooperationsabkommen soll beiden Ländern als Basis für Verhandlungen mit den jeweiligen Regierungen in Kopenhagen, Berlin und mit der EU dienen. In der kommenden Woche wird Wirtschaftsminister Dietrich Austermann mit Dänemarks Verkehrsministerin Carina Christensen über das gemeinsame Verkehrskonzept sprechen.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Dr. Christian Hauck, Rüdiger Ewald | Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel |Telefon 0431 988-1704 | Telefax 0431 988-1977 | E-Mail: landesregierung@schleswig-holstein.de

Pressekontakt Region Syddanmark: Carsten Bruun | Damhaven 12 | DK-7100 Vejle | Mobil +45 2026 3392 | E-Mail: carsten.bruun@regionsyddanmark.dk

Medieninformation vom 20. Mai 2008 zum Herunterladen

Gemeinsames Papier zum grenzüberschreitenden Verkehr und Mobilität Schleswig-Holstein und Region Syddanmark

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