HSH Nordbank: Schleswig-Holstein und Hamburg machen den Weg für privaten Investor frei
- Erscheinungsdatum:
- 26.09.2006
Kiel. Schleswig-Holstein und Hamburg haben den Weg für den Einstieg eines privaten Investors bei der HSH Nordbank frei gemacht. "Die Länder werden ihr Vorkaufsrecht für die Anteile der WestLB an der HSH Nordbank nicht wahrnehmen, wenn nicht ein anderer Anteilseigner diese Option zieht
", erklärte Finanzminister Rainer Wiegard heute in Kiel. Der Hamburger Senat hat heute ebenfalls einen gleichlautenden Beschluss gefasst.
Die WestLB möchte ihre HSH-Beteiligung von 27 Prozent an private Investoren um die amerikanische Gesellschaft J.C. Flowers verkaufen. Die anderen Anteilseigner an der HSH Nordbank, das Land Schleswig-Holstein, die Hansestadt Hamburg und der Schleswig-Holsteinische Sparkassen- und Giroverband haben in diesem Fall ein Vorkaufsrecht für die WestLB-Anteile.
"Wir sehen in dem Einstieg privater Investoren große Entwicklungschancen für die HSH Nordbank
", betonte Finanzminister Wiegard. Die privaten Investoren könnten der Bank wichtige Impulse geben und ihr neue Geschäftsfelder eröffnen. "Auf dem Weg zur Kapitalmarktfähigkeit ist internationales Finanz-Know-How für die HSH Nordbank von unschätzbarem Wert
", sagte Wiegard. Er sei davon überzeugt, dass sich das Kreditinstitut mit der öffentlich-privaten Besitzerstruktur dynamisch weiterentwickeln werde. "Positive wirtschaftliche Impulse können uns als Eigner nur Recht sein
", sagte Wiegard.
Der Minister trat noch einmal Bedenken entgegen, die Interessen der öffentlichen Anteilseigner könnten unter dem Einstieg der privaten Investoren leiden. "Herr Flowers hat unsere speziellen Anforderungen an die Bank schon frühzeitig anerkannt und positiv begleitet
", erklärte Wiegard. Zudem gelte auch künftig die Verabredung zwischen den öffentlichen Anteilseignern die Mehrheit von 50,1 % an der HSH Nordbank zu behalten. "Damit sind die Interessen der Schleswig-Holsteinischen und Hamburgischen Wirtschaft gesichert
", stellte der Minister klar.
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