Finanzminister machen Druck bei Bekämpfung des Umsatzsteuerbetruges
- Erscheinungsdatum:
- 20.10.2005
Berlin. Die Finanzminister der Bundesländer haben sich bei der Bekämpfung des Umsatzsteuerbetruges auf eine gemeinsame Linie verständigt. Das berichtete der schleswig-holsteinische Finanzminister Rainer Wiegard heute (20. Oktober) nach einer Sitzung der Länderressortchefs in Berlin. Die Finanzminister gaben grünes Licht dafür, am so genannten "Reverse-Charge"-Modell weiterzuarbeiten, das weniger betrugsanfällig ist als das bestehende Verfahren. Das "Reverse-Charge"-Modell sieht vor, bei der Umsatzsteuer die Steuerpflicht vom Dienstleister auf den Leistungsempfänger zu übertragen.
Die Finanzminister der Länder wollen nun auch bei der Europäischen Union für die Zustimmung zu einer Umsatzsteuerreform werben. Denn die EU muss den deutschen Plänen zustimmen, damit der Systemwechsel vollzogen werden kann.
Finanzminister Rainer Wiegard kündigte an, dass er parallel dazu auch den Dialog mit der Wirtschaft und den steuerberatenden Berufen über die Details des Systemwechsels suchen werde: "Wir wollen mit allen Beteiligten eine gemeinsame Lösung finden.
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Keine Chance gibt Wiegard hingegen einem Umstieg auf die so genannte "Ist-Versteuerung". Bei einem geschätzten Ausfall von über 20 Milliarden Euro im Jahr des Übergangs auf die neue Versteuerungsmethode sei dieses System nicht zu realisieren.
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