Dezernat Nord

Das Dezernat Nord befindet sich in der Hauptstelle Schleswig

Das Dezernat Nord umfasst die Kreise Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, die kreisfreien Städte Flensburg sowie den schleswig-holsteinischen Teil der Nord- und Ostsee (inkl. Helgoland).

Die Vielfalt der Landschaftsräume und der historischen Kulturlandschaften reicht damit von den Nordfriesischen Inseln und den Nordseemarschen über das Wattenmeer bis hin zu den Flussmarschen, den Sandern des Mittelrückens, den östlichen Jungmoränenlandschaften und den Ostseeförden.

Bedeutende Denkmale wie der Denghoog auf Sylt, die Lembecksburg auf Föhr, das Danewerk und Haithabu bei Schleswig und die Altstädte von Flensburg, Rendsburg und Kiel sind ebenso zu betreuen und zu erforschen wie eine Vielzahl von bronzezeitlichen Grabhügeln, Siedlungen, mittelalterlichen Deichen, Warften und Burghügeln.

Freilegung völkerwanderungszeitlicher Grubenhäuser in den Amrumer Dünen.Freilegung völkerwanderungszeitlicher Grubenhäuser in den Amrumer Dünen.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Dezernates ist der Schutz und die Erforschung maritimer Fundstellen, vor allem versunkener steinzeitlicher Siedlungen und Schiffwracks wie das der Prinsessan Hedvig Sophia, einem schwedischen Kriegsschiff, das 1715 vor Bülk am Eingang der Kieler Förde versenkt wurde. Heute steht das Seegebiet um das Wrack weiträumig unter Denkmalschutz, um illegale Bergungen zu verhindern.

Zahlreiche durch Bauvorhaben und Rohstoffgewinnung ausgelöste Rettungsgrabungen erstrecken sich über das gesamte Dezernat. Im Vordergrund stehen dabei Großprojekte wie der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals oder der A 21 südlich von Kiel, bei denen Siedlungen und Gräber aus allen Epochen von der Mittelsteinzeit bis in das Spätmittelalter zur Ausgrabung kommen.

Urnenbestattung der römischen Kaiserzeit (2. Jh. n. Chr.).Urnenbestattung der römischen Kaiserzeit (2. Jh. n. Chr.).

Vier bis fünf Grabungsteams sind hier laufend im Einsatz. So können wichtige Teile des archäologischen Erbes und damit bedeutende und bisher unbekannte Anteile der Schleswig-Holsteinischen Landesgeschichte gesichert und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 













Kontakt: Dr. Martin Segschneider, Tel. 04621/ 387-28, martin.segschneider@alsh.landsh.de

Zusatzinformationen

Kontakt

Zum Ansehen

Filmrolle (Quelle stock.xchng)

In bewegten Bildern: Das Archäologische Landesamt stellt sich vor.
Der Geschichte auf der Spur



Diese Seite: